Mirtazapin bei Clusterkopfschmerzen

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kmeans
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Mirtazapin bei Clusterkopfschmerzen

Beitrag von kmeans » Fr 29. Dez 2017, 14:14

Hallo Zusammen,

vielleicht erst einmal ein paar Worte zu mir: Ich leide seit über 10 Jahren an episodischem Clusterkopfschmerz, die Diagnose habe ich seit 5 Jahren. Die Episoden fangen bei mir meistens zwischen Oktober und Dezember an und bleiben dann für 2 - 3 Monate mit 4 - 6 Attacken pro Nacht und einzelnen Attacken am Tag. Bis zum letzten Jahr habe ich immer Naratriptan bekommen. Da habe ich bei der ersten Attacke eine genommen und hatte über die Nacht Ruhe.

Im letzten Jahr hatte ich eine besonders schlimme Episode, während der ich auch häufig Attacken am Tag bekam. Vom Neurologen bekam ich dann Sauerstoff und Verapamil. Der Sauerstoff hilft mir zuverlässig nach ca. 10 Minuten, wenn ich früh genug während einer Attacke damit anfange. Wenn mich eine Attacke aus dem Schlaf holt, dauert es länger. Nach kurzer Zeit hat die Häufigkeit der Attacken durch das Verapamil auch nachgelassen, allerdings hatte ich davon starke Nebenwirkungen (aber immer noch besser als die Attacken).

Da es mir nach der letzten Episode sehr schlecht ging und ich auch nicht mehr schlafen konnte habe ich vom Arzt Mirtazapin bekommen. Mirtazapin ist ein Antidepresivum, das häufig bei Schlafstörungen verschrieben wird. Vor 6 Wochen bin ich nachts mit Kopfschmerzen aufgewacht, die sich nach einer leichten Attacke anfühlten und ich dachte jetzt geht es wieder los. Die folgenden Nächte habe ich durchgeschlafen, bis ich am Tag wohl eine "kalte Attacke" bekam. Ich hatte ein tränendes Auge und ein starkes brennen in der Nase, aber keine Schmerzen. Das ist in den folgenden Tagen dann noch häufiger vorgekommen.

Ich habe dann begonnen im Internet zu recherchieren und bin auf foglendes gestoßen: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... 201.f01t02
Dort wird von einer Besserung von Clusterkopfschmerzen bei einem Patienten durch 30 mg Miratazapin gepsrochen. (Ich nehme 7,5 mg)
Auch hier: https://www.clusterheadaches.com.au/for ... hp?id=2552 schreibt ein Patient, dass ihm 15 mg Mirtazapin helfen.
Daraufhin habe ich meine Dosis 2 Tage lang von 7,5 mg auf 15 mg erhöht (der Arzt sagte mir, dass ich auch auf 15 mg hoch gehen kann) und auch die kalten Attacken waren weg. So habe ich das bis jetzt auch beibehlaten. Ich gehe immer auf 7,5 mg zurück und wenn ich merke, dass die Attacken zurückkomen, gehe ich für 2 Tage auf 15 mg. Bei 15 mg bin ich Tagsüber sehr müde, deswegen gehe ich immer wieder zurück. Ansonsten habe ich als Nebenwirkungen nur mehr Hunger und bin manchmal etwas benommen.

Ich bin mir Mittlerweile sehr sicher, dass es das Mirtazapin ist, dass die Attacken zurückhält, weil ich zu dieser Jahreszeit sonst mitten in einer Episode bin. Zurzeit brauche ich auch keine anderen Medikamente oder Sauerstoff.

Ich schreibe das hier, weil ich zum einen wissen möchte, ob es vielleicht noch andere gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und weil ich hoffe, dass es vielleicht auch anderen helfen kann, die vielleicht ähnliche Probleme mit Verapamil haben wie ich.



romy
Beiträge: 1
Registriert: Do 4. Jan 2018, 16:42

Re: Mirtazapin bei Clusterkopfschmerzen

Beitrag von romy » Do 4. Jan 2018, 16:49

Ich nehme seit Jahren 15mg Mirtazapin zum Schlafen.
Der Cluster hat sich damit in keinster Weise verändert, finde aber nach den Attacken schneller wieder in den Schlaf.
Übrigens, dieses Medikament ist je niedriger dosiert, desto schlaffördernder! Also mit 15mg schläft sich besser, als mit 30mg.

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