(Berufs-)Leben mit chronischem Cluster

zimbelstern
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Registriert: Sa 5. Jun 2021, 00:22
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Re: (Berufs-)Leben mit chronischem Cluster

Beitrag von zimbelstern »

Hallo Drehflügel, Dank dir fürs Teilen deiner Erfahrung. Das klingt mühsam, was du beschreibst - dein Eintrag ist ja schon etwas her - habe ihn eben erst gesehen, weil ich eine Zeitlang nicht im Forum sein konnte. Hoffe, es geht dir inzwischen stabiler. Gut, dass du wenigstens für den Moment eine AU mit entsprechender Perspektive bekommen hattest. Wünsche dir, dass sich die Perspektiven für dich wieder bessern - und dass es dir v.a. wieder besser gehen wird. Das, was du von deiner Begegnung mit der Hausärztin und der Schnellschussdiagnose Depression geschrieben hast, das ist so verbreitet: Wenn etwas nicht eingeordnet werden kann (sei es weil nicht bildgebend abbildbar, nicht über Laborchemie nachweisbar, oder weil Spezialwissen fehlt) , wird die Psyche als Erklärung herangezogen. Gut, dass du den Hausarzt wechseln und zu einem guten Neurologen finden konntest, der sofort auf der für dich richtigen Schiene war. Gruß, Christiane
Alex87
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Registriert: Mo 12. Feb 2024, 23:03

Re: (Berufs-)Leben mit chronischem Cluster

Beitrag von Alex87 »

Hi in die Runde,

ich bin auch neu hier und momentan auch aufgrund meiner Erkrankung kurz davor zu kündigen. (bzw. schon im geiste beschlossen)
Es wird nicht besser, bin bald 6 Jahre im Betrieb (Einzelhandel) und man hat dann auch mal größere Fehlzeiten, die Kollegen sind größtenteils genervt durch die abwesenheit. Trotz mehrmaliger Versuche es den Leuten beizubringen was es bedeutet Cluster zu haben, wird es nicht verstanden oder will nicht verstanden werden (ich weiß es nicht).
Sprüche wie: "Du steigerst dich da vielleicht zu sehr rein." oder "Kann man da nichts machen?" "Geh doch mal zu einem besseren Arzt." usw. usw.
Ich kann sie alle nicht mehr hören..
Oft ist es sehr stressig und teilweise nach 2-3 stressigen Arbeitstagen staut sich irgendwie eine Art schub auf und entlädt sich in einer gewaltigen Attacke. Gefolgt von weiteren.

Das schwerste ist für mich momentan irgendwas zu finden womit ich vielleicht durchs Leben gehen kann. Ich bin erst 36 und muss noch paar Jährchen durchziehen..
Ich denke nicht dass ich in meinen Berufsfeld bleiben kann.
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