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Alle 2,5 Jahre ...

Verfasst: Sa 17. Jul 2021, 17:06
von Cluster-Thom
Vor anderthalb Wochen ging es wieder los: gegen 21 h gemütlich im Sofa-Sessel sitzend und lesend. Das Ziehen in der rechten Schulter, dann das schnelle Aufsteigen des Schmerzes über den Nacken, die rechte Kopfhälfte und dann der "erste Messerstich" ins rechte Auge. Ich kenne es ja seit 2003 - gottlob nur "episodisch". Aber in der Regel mit einer Dauer von bis zu 12 Wochen.
Die Sauerstoffflasche noch halb gefüllt im Keller vom letzten Mal, die Atmungstüte schnell angeschlossen - aber es war schon zu spät. 15 Minuten die Attacke. In der Nacht gegen 3:00 h das Gleiche, aus dem Schlaf heraus. Und dann kroch langsam wieder in den nächsten Tagen die übliche Panik hoch, weil die Frequenz doch anstieg.
Telefonische Rücksprache mit meinem Neurologen, Rezept über neue Sauerstoffflasche und Ersatz für das abgelaufene Ascotop nasal 5mg besorgt. Sein Rat: wie bei den letzten 3 Malen sofort mit der Einnahme von 100 mg Cortison (Prednisolon) beginnen, nach 6 Tagen und Ausbleiben von neuen Attacken langsam in 20-mg-Schritten runterdosieren auf 20.
Ich folgte seiner Empfehlung umgehend. Die Nebenwirkungen dieser initial 100 mg Cortison sind übelst, aber aushaltbarer die als die endlosen und sich steigernden abendlichen und nächtlichen Attacken mit all ihren Folgen: Schlafentzug, Panikattacken, Unfähigkeit zum Alltagsleben.
Es kommt mir vor wie ein kleines Wunder: nach nun 3 Tagen Cortison mit Sauerstoffinhalationen alle 5 Stunden ging alles zurück; augenscheinlich bin ich diesmal noch rechtzeitig "vor die Welle" gekommen.
Mein Neurologe meint, die "Ursache" könne in einer autoimmunen Hirnstamm-Entzündung liegen. Augenscheinlich greift seither das Cortison "helfend" in das Entzündungsgeschehen ein ... Immerhin brauchte ich diesmal nicht zum Ascotop zu greifen.
Ich schreibe dies, um vielleicht der Einen oder dem Anderen einen kleinen helfenden Hinweis geben zu können ... Ich wünsche eine schmerzfreie Zeit!
Thomas